Trompetenmundstücke – wichtiges Klangelement für Anfänger und Profis

Trompetenmundstücke

Trompetenmundstücke

Trompetenmundstücke 

Das Mundstück einer Trompete entscheidet ab der ersten Übungsstunde über die Qualität der erzeugten Töne. Dabei kann die Tiefe der Trompetenmundstücke ebenso variieren wie der Rand, welcher an den Lippen liegt.

Auch führt der Fachhandel unterschiedliche Materialien, die sich auf das Tonergebnis auswirken. Mit den folgenden Informationen lässt sich die Kaufauswahl nach individuellem Bedarf optimieren. Allerdings sollte beim endgültigen Kauf vorab ein Musiklehrer befragt werden.

Denn nur mit dem richtigen Trompetenmundstück erlernen Anfänger das Spielen einer Trompete erfolgreich und langfristig zufriedenstellend.

Top Trompetenmundstücke

Aufbau von Trompetenmundstücken

Trompetenmundstücke sind wie ein Trichter geformt. Sie bestehen nach ihrem Grundaufbau aus:

* einem unterschiedlich breiten Rand mit variabler Randkontur
* einer Bohrung durch den gesamten Schaft sowie einer Schafthinterbohrung
* einem Kessel von unterschiedlicher Tiefe und
* einem Schaft, der zugunsten guter Haltbarkeit unterschiedlich beschichtet ist.

Jedes dieser Aufbauelemente ist bei verschiedenen Trompetenmundstücken flacher oder tiefer, breiter oder enger gearbeitet. Dadurch verändert sich der Luftdurchlass beim Anspielen und somit der Klang der Trompete. Eine Sonderform stellen Trompetenmundstücke dar, die als Modularsystem hergestellt sind. Der Anwender kann hierbei Tiefe und Breite beliebig verändern. Diese Module haben einzeln

* einen Schraubrand mit Innengewinde
* einen Kessel mit passendem Außengewinde oben und Innengewinde unten
* einen Stengel mit Außengewinde oben

Der Sinn dieser Entwicklung ist es, Trompetern eine noch größere Auswahl bei der Klangerzeugung nach Genres zu bieten, beispielsweise für Jazz oder klassische Musik.

Unterschiede nach Material und Form

Als Material für Trompetenmundstücke kommt – wie für die Trompete selbst – überwiegend Messing zum Einsatz. Dieses benötigt aber für eine ausreichende Hygiene eine feinporige Oberfläche, die sich leicht reinigen und polieren lässt. Darum sind Trompetenmundstücke entweder versilbert oder vergoldet.

Auch Kunststoff-Mundstücke sowie Drechselarbeiten aus Holz, Gummimischungen, keramische Trompetenmundstücke und gläserne Mundstücke gehören zum Gesamtsortiment. Jedes dieser Materialien verändert bei Verwendung auf stets dem gleichen Instrument dessen Klang. Selbst Profis können nicht verhindern, dass ein anderes Mundstück zu einem anderen Soundergebnis führt. Deshalb schaffen Trompeter im Laufe der Lern- und Auftrittsjahre sehr oft eine große Menge verschiedener Mundstücke an, bevor sie ein bestimmtes Material für ihren Stil bevorzugen.

Bei den Formen sind die Schäfte unterschiedlich lang und unterschiedlich weit gebohrt. In Verbindung mit der Breite des Kessels und dessen Tiefe wird durch unterschiedlichen Luftdurchlass entweder ein sehr hohes, eher hartes Klangbild erzeugt oder ein weiches Spiel mit tiefen Tönen ermöglicht.

Vorteile der Anschaffung mehrerer Trompetenmundstücke

* Große Flexibilität bei der Klangerzeugung nach Musikgenre
* Schon während der Lernzeit Möglichkeit, die Klangfarbe des Instruments kennenzulernen und zu verändern
* Für Anfänger vor allem Probierfaktor bei mehreren Mundstücken
* Langfristig bessere Hygiene durch regelmäßigen Austausch der Trompetenmundstücke auch während einer Lehrstunde oder eines Auftritts

Nachteile von Trompetenmundstücken

Trompetenmundstücke

Trompetenmundstück „auf was achten?“

Obwohl Trompetenmundstücke schon dem Namen nach auf einer Trompete verwendet werden, gibt es auch Instrumentenspieler, die damit ein Flügelhorn ausstatten möchten. Doch eigentlich ist der Schaft für die Luftzirkulation bei einer Trompete gedacht.

Eine Verwendung auf dem Flügelhorn ist zwar möglich, jedoch ein Nachteil für die Klangvielfalt vor allem der tiefen Töne beim Horn. Aufgrund des dafür zu engen Schaftes kann es sogar mühevoll sein, Oktaven abwärts im vollen Umfang und bei angenehmem Klangergebnis zu spielen.

Checkliste zur Auswahl des optimalen Trompetenmundstücks

Der Lernerfolg beim Trompete spielen hängt auch davon ab, wie zufriedenstellend das Anblasen über das jeweilige Trompetenmundstück verläuft. Mit der Antwort auf diese drei Grundfragen lässt sich diese Zufriedenheit voraussichtlich von Anfang an verbessern:

a) Welche Vorerfahrung liegt bereits zu Trompetenmundstücken vor?

Anfänger sollten zunächst mit Messing-Mundstücken arbeiten. Hier sind Modelle mit einem weichen Rand und mittellangen Schaft zu bevorzugen. Soll der vorhandene Bestand an Trompetenmundstücken ergänzt werden, dürfen auch andere Materialien wie Glas oder Holz ausprobiert werden.

Allerdings kann dies das Soundergebnis der Trompete stark verändern. Als Grundsatz für den Klang kann bei der Auswahl so vorgegangen werden: Langer Schaft mit großer Bohrung = tieferer, satter Sound, kurzer Schaft und breiter Kessel sowie kleinere Bohrung = heller Sound (zum Beispiel beliebt für Jazzstücke).

b) Welche Spielweise soll mit der Trompete erlernt/ausgeübt werden?

Klassische Musikstücke gelten für Anfänger als die hohe Kunst des Trompetespielens. Sie werden überwiegend mit Messingmundstücken gespielt, je nach individuellen Ansprüchen in vergoldetem oder versilbertem Design. Für ein typisch klassisches Soundergebnis eignen sich am besten solche Trompetenmundstücke mit mittellangem, nicht zu eng gebohrtem Schaft und breitem, flach geformtem Kessel.

Da klassische Musikstücke oft von ausgiebiger Länge sind, sollte sich der Schaft an den Lippen sofort beim ersten Ton bequem anfühlen. Da dies individuell sehr unterschiedlich ist, hilft nur Ausprobieren dabei, das beste Modell für sich zu finden. Ganz gleich, ob modernes oder klassisches Trompetenspiel: Das falsche Trompetenmundstück kann beim Anspielen der Trompete einen Stimmbandverschluss verursachen (körperlicher Reflex), der langfristig vor allem bei Sängern als ungesund einzustufen ist.

c) Wie häufig wird das Trompetenmundstück voraussichtlich verwendet?

Die entstehende Kondensfeuchtigkeit beim Spielen einer Trompete verschlechtert die Hygiene. Die entsprechenden Trompetenmundstücke müssen deshalb nach jedem Gebrauch gründlich gereinigt werden. Wer nur einmal wöchentlich für eine Stunde zum Trompetenunterricht geht, kommt zunächst mit zwei bis vier Mundstücken gut aus.

Wer aber täglich oder mehrmals wöchentlich übt oder auftritt, schafft besser einen ganzen Satz in den verschiedenen Klanghöhen an. So kann ein benutztes Mundstück bei Bedarf rasch gewechselt werden.

Fazit: 
Trompetenmundstücke wirken sich erheblich auf das Soundergebnis einer Trompete aus. Je nach Aufbau und Material können so klassisch-weiche oder modern-harte Klänge gespielt werden. Für die individuell beste Auswahl spielt auch die gefühlte Bequemlichkeit bei der Benutzung eine wichtige Rolle. Trompetenmundstücke

 


 

Weitere Informationen zu dem Thema:

Anfänger können beim Trompete kaufen nur grob einschätzen, ob das Instrument technisch den Erwartungen…

Manuelle Stimmgeräte geben beim Anspielen (Stimmpfeife) oder Anschlagen (Stimmgabel) einen akustischen Grundton wieder. Dieser ist…

Ohne Notenständer ist das Spielen von Liedern auf der Trompete nur erfahrenen Künstlern oder Naturtalenten möglich. Aber auch sie…


Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen